Der EU AI Act beschäftigt derzeit viele Unternehmen. Bei manchen Entscheidern erzeugt er zunächst eine Abwehrhaltung, die jedoch selten auf eine inhaltliche Ablehnung zurückzuführen ist, sondern meist auf die Sorge, Fehler zu machen oder regulatorische Risiken einzugehen. Tatsächlich bietet der EU AI Act jedoch einen klaren Rahmen, um KI verantwortungsbewusst einzusetzen.
Der EU AI Act ist eine Verordnung der Europäischen Union, die einen einheitlichen und umfassenden Rechtsrahmen für die Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von KI innerhalb der EU schafft. Ziel ist es, den Schutz von Grundrechten, Sicherheit und Vertrauen beim Einsatz von KI-Systemen zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen aber innovative Ansätze und die wirtschaftliche Entwicklung von KI nicht unnötig behindert werden.
Die Verordnung (EU) 2024/1689 („EU AI Act“) ist bereits am 1. August 2024 in Kraft getreten. Allerdings gelten die wesentlichen Pflichten erst ab August 2026. Welche das sind, hängt von der jeweiligen Risikoklasse eines KI-Systems ab.
Der EU AI Act definiert vier Risikoklassen. Je stärker ein KI-System in sensible Lebensbereiche eingreift oder Grundrechte berührt, desto höher wird es eingestuft – und desto strenger sind die gesetzlichen Anforderungen.
Unabhängig von den Risikoklassen sollten Unternehmen für den Einsatz von KI vor allem Governance und Verantwortlichkeiten klar definieren, technische und organisatorische Anforderungen umsetzen sowie Transparenz und Nachvollziehbarkeit sicherstellen. Zudem ist es unbedingt erforderlich, Mitarbeitende im Hinblick auf die Nutzung von KI zu sensibilisieren. Häufig möchten Beschäftigte beispielsweise ChatGPT oder Microsoft Copilot für ihre Arbeit nutzen. Hier sollten Unternehmen Richtlinien schaffen, die das Hochladen interner oder personenbezogener Daten untersagen, um das hohe Risiko eines unkontrollierten Datenabflusses zu vermeiden.
Grundsätzlich sind natürlich die Unternehmen dafür verantwortlich, dass sie die Vorgaben des EU AI Acts erfüllen. Sie können bei der Anbieterauswahl aber dafür bereits die Weichen in die richtige Richtung stellen. So ist mit dem Einsatz einer universellen, in einer US-Cloud-betriebenen KI-Lösung nur sehr schwer möglich, den EU AI Act zu erfüllen. Bei applord entwickeln wir unsere KI-Technologie eigenständig und integrieren keine Fremdlizenzen. Dadurch bestehen keinerlei Abhängigkeiten von anderen Providern, was externe Risiken minimiert. Wir besitzen die vollständige Kontrolle über unsere KI-Technologie und die daraus resultierenden Modelle. Jederzeit können wir offenlegen, wie und warum eine KI zu ihren Ergebnissen kommt. Selbstverständlich erstellen wir zu unserer KI-Technologie eine umfassende Dokumentation, in die Kunden Einsicht nehmen können.
Darüber hinaus verfolgen wir konsequent den Human-in-the-Loop-Ansatz, wie er auch im EU AI Act für Anwendungen mit hohem Risiko gefordert wird. So können Menschen die Ergebnisse unserer KI-Modelle prüfen und sie bei Bedarf korrigieren. Insgesamt stellen wir damit maximale Transparenz beim Einsatz unserer KI-Technologie sicher, was Kunden nicht nur darin unterstützt, den EU AI Act einzuhalten, sondern es ihnen auch erlaubt, KI in ein kontrolliertes und skalierbares Business-Asset zu verwandeln. Schließlich können unsere KI-Modelle wahlweise in der Cloud oder On-Premises betrieben werden – Letzteres gewinnt angesichts zunehmender Cyberkriminalität immer mehr an Bedeutung.
Unternehmen sollten den EU AI Act nicht nur als Pflicht betrachten, sondern auch die sich bietenden Chancen erkennen und nutzen. Die Verordnung hilft dabei, KI-Anwendungsfälle sauber zu klassifizieren und Risiken bewusst zu managen. Gerade Aspekte wie Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Human-in-the-Loop bilden keine Einschränkungen, sondern die Basis für Vertrauen und Akzeptanz – sowohl bei Kunden als auch bei Mitarbeitenden.
Der Mittelstand profitiert in besonderer Weise von den klaren Regeln, die Orientierung und Investitionssicherheit schaffen. Gleichzeitig wird verhindert, dass KI unkontrolliert eingesetzt wird. Unternehmen, die sich jetzt mit dem EU AI Act auseinandersetzen, haben ausreichend Zeit, die notwendige Kompetenz und Struktur aufzubauen. Damit können sie einen gewissenhaften Einsatz von KI transparent aufzeigen und sich so als verantwortungsvolle Geschäftspartner positionieren.
Der EU AI Act ist kein Anlass zur Verunsicherung, als den ihn manche Verantwortliche sehen, sondern ein risikobasierter Regulierungsrahmen. Er gibt klare Leitplanken für den vertrauensvollen und nachhaltigen Einsatz von KI vor. „German Angst“ ist hier fehl am Platz. Stattdessen sollten Unternehmen bereit sein, KI aktiv zu gestalten, indem sie geeignete Use Cases identifizieren und priorisieren sowie gleichzeitig Governance, Transparenz und Qualifizierung gezielt aufbauen. Mit uns als erfahrenem Partner, der Technologie, Prozesse und Menschen zusammenbringt, kann Ihnen dieses Vorhaben gelingen.
Kontaktieren Sie uns, damit wir Sie bei der Umsetzung des EU AI Acts unterstützen können!
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